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Neuerungen von Sachbezügen und der 44-EUR-Freigrenze ab dem 01. Januar 2020

Am 30. November 2019 hat der Bundesrat eine gesetzliche Neuregelung zur Behandlung von Gutscheinen beschlossen. Der Begriff der Geldleistung in Abgrenzung zum Begriff des Sachbezugs wurde klarer definiert. Die Änderungen treten am 01. Januar 2020 in Kraft.

Mit dem nun beschlossenen Jahressteuergesetz wird die Sachbezugsregelung konkretisiert (§ 8 Abs. 1 Satz 2 EStG):

„Zu den Einnahmen in Geld gehören auch

  • zweckgebundene Geldleistungen,
  • nachträgliche Kostenerstattungen,
  • Geldsurrogate und
  • andere Vorteile, die auf einen Geldbetrag lauten.“

Damit liegen hier keine Sachbezüge mehr vor, sondern Geldleistungen. Diese Formen gehören nicht mehr zu dem steuer- und sozialversicherungsfreien Sachbezug von 44 Euro.

Gutscheine und Geldkarten sind jedoch ein flexibles Mittel der Sachzuwendungen im Rahmen der 44-Euro-Freigrenze und gerade in der heutigen digitalen Zeit bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern weit verbreitet. Daher wird eine Ausnahmeregelung in das Gesetz aufgenommen (§ 8 Abs. 1 Satz 3 EStG):

„Satz 2 gilt nicht bei Gutscheinen und Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und die Kriterien des § 2 Absatz 1 Nummer 10 des Zahlungsdienstaufsichtsgesetzes erfüllen.“

Zweckgebundene Gutscheine und Geldkarten, die nicht als Zahlungsdienste gelten, bleiben also weiterhin als steuer- und sozialversicherungsfreier Sachbezug bis 44 Euro bestehen.

Hierzu sollen u.a. aufladbare Gesch­­enkkarten für den Einzelhandel, Centergutscheine und „City-Cards“ gehören. Solche Karten berechtigen, Waren oder Dienstleistungen vom Aussteller des Gutscheins bzw. bei einem begrenzten Kreis von Akzeptanzstellen zu beziehen.

Diese Ausnahmeregelung trifft allerdings nicht auf Geldkarten von Banken zu. Welche über eine eigene IBAN verfügen, über eine Barauszahlungsfunktion verfügen, die für Überweisungen (z.B. PayPal) oder für den Erwerb von Devisen (z.B. Pfund, US-Dollar, Franken) verwendet werden können. Solche Karten sind ab dem nächsten Jahr vom ersten Euro an steuerpflichtig.

Wie können Sie nun ab dem 01. Januar 2020 die 44-EUR-Freigrenze rechtssicher steuer- und sozial- versicherungsfrei nutzen?

Sie haben die Möglichkeit reine Gutscheine bei Tankstellen, Einkaufcentern oder Onlineanbietern (z.B. Amazon), welche sich in Ihrer Nähe befinden, zu erwerben. Diese Gutscheine in Höhe von 44 EUR können Sie Ihren Arbeitnehmern monatlich zukommen lassen. Als Nachweis dient die beiliegende Quittung.

Das Gültigkeitsdatum der Gutscheine ist nicht das Kaufdatum, sondern das Übergabedatum.

Beispiel: Kauf von mehreren Gutscheinen von der Esso-Tankstelle am 03. Januar 2020 und die Übergabe an den Mitarbeiter erfolgt am 15. Februar 2020 – dieser Tankgutschein gilt als Sachbezug für den Monat Februar 2020. Grundsätzlich dürfen Sie monatlich nur einen Gutschein je Mitarbeiter aushändigen.

Bitte denken Sie an die Dokumentationspflicht im Lohn!

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung!

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