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Mindestlohn 2019

Ab 1.1.2019 wird der Mindestlohn erhöht.

 

9,19 € Brutto je Zeitstunde (ab 2020 auf 9,35€)

  • Allgemeingültige Tarifverträge sind hier ausgeschlossen

 

Was wird für den Mindestlohn berücksichtigt:

Stundenlohn / Gehalt

  • Stück- und Akkordlohn (in Verbindung mit geleisteten Arbeitsstunden)
  • Nachtzuschläge
  • Schichtzulagen nur wenn unmittelbar mit der Arbeit in Zusammenhang
  • Weihnachtsgeld- und Urlaubsgeld in monatlichen Teilzahlungen (keine Umwandlung von ehemals einmalig gezahlten Geld in monatliche Zahlung ohne schriftliche Änderung des Arbeitsvertrages)
  • Bereitschaftsdienst
  • Leistungsbezogene Vergütungsbestandteile wie Erlös,- Umsatzprovisionen

 

Nicht zu berücksichtigen sind:

Zuschläge (zum Bsp. Sonn,- Feiertagszuschläge)

  • Zulagen (Schutz,- und Gefahrzulagen)
  • Akkordprämien, Qualitätsprämien
  • Arbeitgeberzuschuss für Vermögenswirksame Leistungen
  • Sachleistungen (Geldwerter Vorteil PKW, Gutscheine, Kindergartenzulagen)
  • Reisekosten, Auslöse
  • Aufwandsentschädigungen (Wegegeld, Fahrtkostenerstattung für Arbeitsweg, Kleider- und Reinigungsgeld, Trinkgeld, Mankogeld)
  • Akkord- und Qualitätsprämien
  • Rufbereitschaft

Gehaltsumwandlungen sind unschädlich, soweit dies nicht in einem allgemein verbindlichen Tarifvertrag anders geregelt ist (z. Bsp. im Bau).

 

Zahlungszeitpunkt Mindestlohn:

Letzter Bankarbeitstag des Folgemonats!

 

Behandlung Überstunden und Arbeitszeitkonten:

Überstunden sind mit dem Lohn des laufenden Monats auszuzahlen. Außer es wird ein Arbeitszeitkonto geführt.

Das Führen von Arbeitszeitkonten muss schriftlich erfolgen. Bitte beachten Sie, dass auch negativ angefallen Stunden im Arbeitszeitkonto vereinbart sein müssen.  Arbeitnehmer dürfen max. 50% ihrer regulären vertraglichen Arbeitszeit pro Monat als Überstunden erarbeiten.

Mehr- und Überstunden auf Arbeitszeitkonten müssen spätestens 12 Monate nach ihrer Erfassung ausgezahlt oder mit Freizeit ausgeglichen sein.

 

Geringfügig- und kurzfristig beschäftigte Arbeitnehmer:

Auch für diese Arbeitnehmer gilt uneingeschränkt das Mindestlohngesetz.

Geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer:

Arbeitsentgelt bleibt bei 450,- € pro Monat

  • Arbeitszeit pro Monat 48,97 Stunden
  • Hier wird von allen Arbeitsrechtsanwälten empfohlen auf max. 48 Stunden umzustellen

Hinzuverdienstgrenzen bei Arbeitslosengeldempfängern wie bisher max. 14,5 Stunden pro Woche und 165,- € pro Monat.

 

Pflichten des Arbeitgebers

Aufzeichnungspflicht besteht weiterhin zwingend für Geringfügig- und Kurzfristig Beschäftigte aller Branchen.

Sie besteht auch weiterhin für nicht geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer  der Branchen Bau-, Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, Personenbeförderung, Speditions- und Transportgewerbe, Gebäudereinigungsgewerbe, Messeaufbau, Messeabbau, Fleischwirtschaft.

Zeitnahe Aufzeichnungspflicht der täglich tatsächlich geleisteten Arbeitszeit nach

  • Beginn
  • Ende
  • Dauer

spätestens am 7. Tag des auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages.

Aufbewahrungspflicht von 2 Jahren.

 

Haftung des Auftraggebers:

Ein Unternehmer, der einen anderen Unternehmer mit der Erbringung von Werk- oder Dienstleistungen beauftragt, haftet für die Verpflichtungen dieses Unternehmers, eines Nachunternehmers oder eines von dem Unternehmer oder einem Nachunternehmer beauftragten Verleihers zur Zahlung des Mindestlohns an Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer nach § 1 Absatz 1 wie ein Bürge, der auf die Einrede der Vorausklage verzichtet hat. Die Haftung nach Satz 1 entfällt, wenn der Unternehmer nachweist, dass er weder positive Kenntnis noch grob fahrlässige Unkenntnis davon hatte, dass der Arbeitgeber seiner Verpflichtung zur Zahlung des Mindestlohns nicht nachkommt.

Vorschlag: Holen Sie sich eine schriftliche Bestätigung des Auftragnehmers über Einhaltung des Mindestlohns ein.

 

 

 

 

Über uns: Wir von Heimbrock & Winkler sind Ihr Steuerberater mit Standort in Dresden, Hannover und Köln. Wir betreuen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Freiberufler wie Architekten, Ärzte, Ingenieure sowie Privatpersonen. In unserer Spezialabteilung AUTOHAUS beraten wir zum Thema Buchhaltung nach SKR51, Autohändler, Autowerkstätten sowie Betriebe im KFZ Gewerbe bzw. in der KFZ Branche. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch!

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