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Innergemeinschaftlicher Warenverkehr in der EU ab 2020 (Teil 3 von 3)

Auf dem Weg zu einem endgültigen Mehrwertsteuersystem, bei dem Lieferungen und Leistungen mit ausländischen Geschäftspartnern auch mit ausländischer Umsatzsteuer abgerechnet werden und somit die bisherigen Übergangsregelungen mit innergemeinschaftlichen Lieferungen und Erwerben wegfallen sollen, hat die EU kurzfristige Änderungen (sog. Quick Fixes) umgesetzt, welche ab 01.01.2020 auch für deutsche Unternehmer gelten.

In unserem Newsletter für August 2019 haben wir über die Neuerungen hinsichtlich der Prüfung von Umsatzsteuer-ID-Nummern bei innergemeinschaftlichen Lieferungen hingewiesen.

In unserem Newsletter für September 2019 haben wir über die Neuerungen bei der Zusammenfassenden Meldung hingewiesen.

In diesem Beitrag informieren wir Sie, welche neuen bzw. geänderten Belegnachweise ab 01.01.2020 zu führen sind.

 

Ab 2020 regelt die EU, dass der Belegnachweis für den innergemeinschaftlichen Warenverkehr durch zwei einander nicht widersprechende Nachweise zweier verschiedener, unabhängiger Parteien innerhalb von 10 Tagen nach Monatsende zu erbringen ist.

Die deutsche Regelung mit der Gelangensbestätigung wird es zwar weiterhin geben. Dies ist jedoch nur eine nationale Regelung, welche für Lieferungen gilt, die aus Deutschland in das EU-Ausland erfolgen. Für Lieferungen aus dem EU-Ausland, welche Sie erhalten, müssen Sie den Lieferanten die neuen Belegnachweise erbringen.

So hat die Nachweisführung grundsätzlich z.B. durch CMR-Frachtbrief, Konnossement, Rechnungen der Spedition oder des Frachtunternehmens, Versicherungspolice, Kontoauszüge der Bezahlung dieser Rechnungen oder andere Belege von unabhängigen Stellen (unabhängig von Lieferant und Kunde) zu erfolgen. Insbesondere in Abholfällen wird diese Nachweispflicht schwierig bzw. sind diese Unterlagen dann vom Kunden einzufordern.

Zu beachten ist auch die 10-Tages-Frist nach Monatsende. Wird diese nicht eingehalten, gelten die Belegnachweise als nicht erbracht sodass keine Steuerbefreiung zu gewähren ist.

Für den umgekehrten Fall, in dem Sie Waren aus dem EU-Ausland innergemeinschaftlich erwerben, bedeutet dies ebenso, dass Sie dem Lieferanten in Abholfällen diese Nachweisdokumente bis zum 10. des Folgemonats zukommen lassen müssen, um eine Abrechnung mit ausländischer Umsatzsteuer zu vermeiden.

Durch die genannten Neuregelungen ist auch eine Anpassung der innerbetrieblichen Abläufe im Unternehmen erforderlich. Dies sollte sinnvollerweise bereits in 2019 erfolgen.

Gern stehen wir Ihnen für Einzelfragen zur Verfügung.

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